11.10.2009
Rudern auf der Themse
Am Montag geht's dann wieder weiter mit Training im Gym (Fitnessstudio). Ab dann stehen jede Woche 5 Trainingseinheiten auf dem Programm, davon 2 auf dem Wasser, zwei im Fitnesstudio und eine im Schwimmbad, wenn ich das richtig mitbekommen habe. :-)
Der Rest des Tages stand dann Erholung auf dem Programm, d.h. "Extrem-Couching", Fernsehen (Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (und der Niederlage U23)) sowie einem Feierabend-Bier mit meinem Vermieter.
Zirkeltraining im Boat Club
Im Anschluss daran ging es dann noch in zwei Pubs, wobei das zweite eine coole Rockkneipe war ("The Fighting Cocks"). In dieser spielen jeden Freitag und Samstag Bands und montags ist immer ein "Comedy Club" angesagt. Da werd ich demnächst wohl nochmal hingehen. :-)
Requirements Engeneering & Management
Da beide Dozenten über recht viel Praxis- und Auslandserfahrung verfügen, haben wir auch einige lustige und interessante Aspekte au deren Projektarbeit erfahren, was die Vorlesungen recht unterhaltsam gestaltete. Einer der Dozenten verwendete zudem recht häufig das "f-Wort" sowie weitere andere nicht gerade vornehme Ausdrücke des englischen Wortschatzes. ;-)
Einige Teile des Unterrichts waren mir durch mein Wirtschaftsinformatik-Studium bereits bekannt wie z.B. Klassendiagramme oder UML, die meisten Sachen waren mir jeodch vorher noch unbekannt (mehr 85% der Vorlesungen).
Ansonsten ist von dieser Woche noch zu erwähnen, dass es hier günstiger ist, wenn man nicht in eine der beiden Mensen zu Mittag isst, sondern in einem der vielen kleinen Restaurants neben der Uni. So bekommt man dort mittags z.B. ein sehr feines Chicken Curry inkl. Getränk für 4 Pfund.
05.10.2009
Ein typischer Sonntag
Ganz viel frische Luft
Samstags mittags ging's bei extrem windigem Wetter nach Notting Hill auf den Portobello Market (bekannter Antiquitätenmarkt), wo ich mich mit einer saarländischen Freundin (Lina, studiert auch in England) getroffen hab. Auf dem Antiquitätenmarkt gibt es neben jedmöglichem Krimskrams auch Obst- und Gemüsestände sowie einige Essensstände. Nach ca. 30 Minuten auf dem Markt ging es dann zu Fuß quer durch Notting Hill, den Hyde Park sowie der noblen Einkaufsstraße "The Old Bond Street". Nach dem ca. 4-stündigen Spaziergang sind wir dann nach "Chinatown" gegangen, wo wir in einem chinesischen (logisch) Restaurant was gegessen haben. Von der bekannten asiatischen Freundlichkeit war hier jedoch nichts zu spüren, viel mehr herrschte hier bloße Hektik und die Bedienungen waren stets darum bemüht so schnell wie möglich wieder vom Tisch der Kunden wegzukommen. Geschmeckt hat's trotzdem recht gut. Nach einem anschließenden O-Saft an der frischen Luft ging's dann wieder zurück Richtung Surbiton, wo ich dann (zum ersten Mal seit ich hier wohne) in den Genuss des englischen Regens gekommen bin. ;-)
In meiner Straße hatte ich dann noch eine ganz spezielle Begleitung: Ein Fuchs der auf der andren Straßenseite im gleichen Tempo in die gleiche Richtung wie ich gelaufen bin. Mit nach Hause genommen hab ich ihn dann aber nicht. ;-)
Research Methods Tag 2
Freitags ging's genauso weiter wie am Tag zuvor, wobei natürlich die Themen der Vorträge andere waren (z.B. "Research Ethics", "Open Source data handling: An introduction to Scilab").
In der Mittagspause hab ich dann zum ersten Mal das typisch englische "Fish & Chips" gegessen habe. Ich muss zugeben, es hat sogar sehr gut geschmeckt, obwohl ich a) normalerweise keinen Fisch esse und b) es Essen aus der Mensa war. Nur etwas größer hätte die Portion können sein. ;-)
Um 18h war ich dann wieder zurück nach Hause. Nach einer Stunde Erholung ging's dann zum "Schwimmtest" für den Ruderclub ins "Kingfisher Leisure Centre". Dort musste man im Schwimmbad beweisen, dass man a) 4 Bahnen mit T-Shirt und kurzen Sporthosen schwimmen kann und b) sich 5 Minuten über Wasser halten kann. Nicht wirklich ein schwieriger Test, aber eben notwendig um einen für die Mitgliedschaft im Ruderclub notwendigen Schein bekommt.
Anschließend ging's dann zum Abschluss des Tages noch mit allen Leuten vom Ruderclub in ein Pub ("The Oak").
Research Methods
Am letzten Donnerstag ging die Uni dann richtig los mit dem Fach "Research Methods". Dies fand im Gegensatz zu meinen anderen Kursen nicht am "Penrhyn Road"- sondern am "Roehampton Vale"-Campus der Kingston University statt. Das bedeutete, dass ich mich früh morgens (kurz nach 7) aus dem Bett schwingen musste, damit ich um kurz nach 8 am Penrhyn Road-Campus mit dem kostenlosen "Inter-Site"-Uni-Bus an den "Roehampton Vale"-Campus fahren konnte. Die Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde bis man dort ist. Der Campus ist etwas außerhalb Kingstons gelegen und besteht eigentlich nur aus einem Gebäude (+2 Nebengebäude), in dem normalerweise nur Studenten des Ingenieurwesens studieren. Ich bin jedenfalls froh, dass ich dort nur zwei Tage verbringen musste.
In den Vorlesungen, die von 9-17h dauerten gab es 6 Vorträge, u.a. über "Literature Survey" und "The Nature of Research", wobei der Dozent des letzteren mich stark an den Crocodile Hunter erinnert hat (braun-gebrannt, Sandalen, kurze Khaki-Hosen, bis zum Bauch aufgeknöpftes Kurzarmhemd). Auch wenn die Optik ungewohnt war, so war es doch ein sehr interessanter und unterhaltsamer Vortrag.