22.05.2010

Research Methods Teil 2

Vom 25.-27.3. standen nochmal drei Tage Uni auf dem Programm. Diesmal nur drei Tage und keine ganze Woche, weil wir den ersten Teil von "Research Methods", d.h. die anderen zwei Tage, bereits im ersten Semester im letzten Jahr hatten. Wie beim ersten Teil hatten wir auch diesmal wieder jede Menge unterschiedlicher Dozenten, wobei mir (und wohl den meisten anderen Studenten auch) der Vortrag von Prof. Jonathan Briggs am besten gefallen hat. Er erzählte uns u.a. wie man Google richtig nutzen kann bzw. auch richtig auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Und obwohl wir ausschließlich IT-Studenten in seinem Vortrag waren, war dem Großteil der Studenten, das was er erzählte vorher nicht bewusst.
Ansonsten gibt's über die Vorlesungen nichts allzu interessantes zu berichten, abgesehen davon, dass wir einer Tag der Vorlesungen nicht auf unserem "Penrhyn Road"-Campus hatten, sondern im "Holiday Inn"-Hotel an der Themse. Nach den Vorlesungen dort gab es noch ein sog. "Employability"-Event, bei dem man u.a. beim "Speed Interviewing" (das sind kurze Vorstellungsgespräche) seine Fähigkeiten darin mit Vertretern von Firmen wie Fujitsu und GlaxoSmithKline testen konnte. Im Anschluss sollte man dann Feedback von den Industrievertretern bekommen, was man in Zukunft bei einem richtigen Vorstellungsgespräch besser machen sollte. Ich hatte vier dieser "Speed Interviews", wobei drei von denen mehr lockeres Geplauder als ein ernsthaftes Vorstellungsgespräch waren. So bekam ich von allen versichert, dass ich hier in London sehr gute Jobaussichten mit einem Master im IT-Bereich und dem flüssigen Beherrschen der deutschen und englischen Sprache habe. Dementsprechend bekam ich dann auch gleich deren Visitenkarten mit der Bitte ihnen mein Lebenslauf zu schicken. ;-)

08.05.2010

British Museum

Am Tag nach meiner Rückkehr aus Schottland stand für mich ein Besuch des British Museums in London auf dem Programm. Nach mehr als einem halben Jahr hier in London wurde es aber auch endlich einmal Zeit dorthin zu gehen. ;-) Da der Besuch des British Museum (genauso wie alle anderen Museen in Großbritannien) kostenlos ist, geht man da gerne hin. ;-) Ausgestellt sind dort Gegenstände von der Frühzeit der menschlischen Zivilisation bis zur Moderne aus den unterschiedlichsten Kulturen. Der Großteil des Museums bilden Ausstellungen zum antiken Griechenland und den Römern, aber auch die asiatischen, persischen, amerikanischen und alt-ägyptischen Kulturen kommen nicht zu kurz. Am meisten beeindruckt haben mich sicherlich die Mumien aus dem alten Ägypten. Kurzum lässt sich über das British Museum fasthalten, dass man hier Tage oder Wochen, wenn nicht sogar Monate verbringen könnte, wenn man sich über alles detailliert informieren möchte. Die vier Stunden die ich dort verbracht habe waren jedenfalls definitiv zu wenig.

Aberdeen again

Die restlichen fünf Tage in Schottland verbrachte ich allesamt in Aberdeen, wobei ich noch an einige schöne Gegenden von Aberdeen gekommen bin (im Gegensatz zum sehr grauen Rest von Aberdeen), an denen ich bei meinen vorigen Besuchen noch nicht gewesen bin. So war ich bspw. im Duthie Park mitsamt seinem schönen Wintergarten ("David Welch Winter Gardens"), im größeren Hazlehead Park und im sehr schönen Seaton Park, an dessen Rand der Fluss "Don" entlang fließt. Abgesehen vom sehr schönen schottischen Frühlingswetter gibt es aus dieser Woche nicht allzuviel zu berichten. Dafür gibt's noch ein paar Bilder zu den Parks. :-)
Vorerst nur vom Duthie Park und dem Wintergarten. Der Rest folgt später.

25.04.2010

Glasgow

Nach zwei Wochen Uni stand direkt samstags im Anschluss wieder eine Fahrt nach Schottland auf dem Programm. Anders als im Februar sind wir dieses Mal wieder aus Aberdeen heraus. Genauer gesagt fuhren wir am 14.3. mit dem Zug von Aberdeen in das knapp drei Stunden entfernte Glasgow. Da Aberdeen an der Ostküste und Glasgow ein gutes Stück südwestlich davon liegt sind wir fast quer über die Insel gefahren. Obwohl es in Aberdeen und auch Glasgow zu diesem Zeitpunkt schon weit über null Grad war, fuhren wir im Landesinnern durch noch recht viele schneebedeckte Gegenden. Die Wettervorhersage für Glasgow an dem Tag war schwerer Dauerregen, also äußerst ungünstig für einen schönen Tagesausflug. Zum Glück irrten sich die Wetterfrösche und so hatten wir einen größtenteils sonnigen Tag. :-) In Glasgow, der größten Stadt Schottlands, kamen wir an der Queen Street Station an. Als erste haben wir von Glasgow dann die recht schöne Fußgängerzone inkl. der "Buchanan Galleries" (einem Einkaufszentrum), die "Glasgow City Chambers", die "Gallery of Modern Art" (jeweils nur von außen ;-)) gesehen. Anschließend ging es am Ufer des Flusses Clyde Richtung "People's Palace", welcher einen schönen Wintergarten beherbergt, den wir sogar von innen gesehen haben. ;-) Vor dem People's Palace ist einer der wenigen erhaltenen Terrakotta-Brunnen (in der Welt, Europa oder sonstwas. Kann mich leider nicht mehr an den Wortlaut der dort angebrachten Tafel erinnern ;-)). Von dort aus liefen wir durch recht verlassene und nicht gerade sehr schöne Gegenden Glasgows hin zum "Barras Market", von dem wir uns erhofften er wäre so ähnlich wie der Camden Market in London. Kurz gefasst: Dem war leider nicht so. :-( Von dort aus weiter führte unser Weg dann weiter Richtung "Necropolis". Dies ist ein Friedhof auf dem einflussreiche Geschäftleute und ähnliches aus den letzten zwei Jahrhunderten, vornehmlich dem 19., begraben sind. Da die "Necropolis" auf einem Hügel liegt, hat man von dort aus einen recht schönen Blick über Glasgow. Im Anschluss daran begaben wir uns wieder Richtung Fußgängerzone, wo wir noch ein italienisches Restaurant aufsuchten bevor wir uns wieder in den zug Richtung Aberdeen setzten.




Fazit: In Glasgow am besten gefallen hat mir Necropolis und der People's Palace. Wobei wir an einem Tag natürlich nicht alles von Glasgow besichtigen konnten. Allerdings sind wir tagsüber durch Gegenden gelaufen, durch die man nachts besser nicht läuft. Soweit ich richtig informiert bin, ist Glasgow die Stadt mit den prozentual meisten Mordfällen in Großbritannien und aufgrund von Alkoholismus liegt die Lebenserwartung in einigen Viertel bei Mitte 50.

Broadband and Mobile Networks

Nach nur einem Wochenende Pause stand am 8. März direkt das nächste Fach auf dem Plan: "Broadband and Mobile Networks". Im Gegensatz zu dem Fach der Vorwoche war dieses Fach nur von recht wenigen Studenten belegt. Wie der Titel schon sagt, handelte es sich bei diesem Fach um diverse Netzwerke. Ich bin mir nicht 100%-ig sicher woran es lag, aber dieses Fach fand ich recht langweilig. Zum einen lag es wohl daran, dass mir das Wissen von WLAN, WiMax, UMTS etc., schon vorher größtenteils bekannt war. Zum anderen trugen die recht langweilig vorgetragen Präsentationen wohl zu meinem Gesamteindruck bei. Einen lustigen Vorfall in dieser Woche gab es jedoch: An einem Tag sollten wir innerhalb 90 Minuten in Zweiergruppen eine ca. 10-minütige Präsentation vortragen. Das Thema meiner "Gruppe" war "Virtualization". Auf das Fachliche mag ich hierzu nicht eingehen. Nachdem wir jedenfalls die Präsentation vorbereitet hatten und die ersten Gruppen ihre Präsentationen schon gehalten hatten, war noch eine Gruppe vor uns dran, bevor dann unser Auftritt erfolgen sollte. Während ich noch den letzten Feinschliff an unserer Präsentation anlegte, stand mein "Teamkamerad" plötzlich auf und ging. Als erstes dachte ich, er wäre nur kurz auf die Toilette gegangen, bis mir aufgefallen ist, dass seine Sachen und seine Jacke nicht mehr an seinem Platz waren. Da hat dieser sich doch mal schön aus dem Staub gemacht. ;-)

Projects & Risk Management

Nachdem es in letzter Zeit recht still auf meinem Blog geworden ist, gibt es heute nach eineinhalb Monaten nun endlich nochmal ein Update (oder auch mehrere). ;-)
Am 1.März war meine freie Zeit also vorüber und die Vorlesungen für das Fach "Projects & Risk Management" standen auf dem Programm. Dabei ging es, na logisch, um das erfolgreiche Managen von Projekten sowie die Berücksichtung von Risiken, die Projekte gefährden (können). Der "Module Leader" für dieses Fach war Stuart Marks, jedoch hatten wir im Laufe der Woche weitere Dozenten. So z.B. Dr. Mike Goodland, den ich noch aus dem Fach "Requirements Engeneering & Management" kannte, welches ich im ersten Semester belegt hatte. Dieser führte uns hauptsächlich (und auch recht ausführlich) in PRINCE 2 ein, welches eine "eine strukturierte Methode für effektives Projektmanagement" ist. Während den Vorlesungen wurden wir bereits in Gruppen eingeteilt. Neben meiner Wenigkeit waren in meiner Gruppe ein Teilzeitstudent aus Bangladesh, ein Grieche sowie ein Saudi-Araber. Zusammen sollten wir a) am Ende der Vorlesungswoche ein Poster für ein Projekt erstellen und b) als Hausarbeit in einem Wiki gemeinsam einen Projektplan erstellen. Insgesamt flossen diese beiden Aufgaben mit 70% in die Endnote dieses Faches ein. Im Gegensatz zu anderen Gruppen hat unsere Gruppe gut zusammengearbeitet und die Arbeitsteilung erfolgte sehr gleichmäßig. Ein ausdrückliches Lob an meine Teammitglieder. :-) Die restlichen 30% bestanden aus einem stark statistiklastigen Test, welchen wir im April schreiben mussten. Da der Test und die Hausarbeit mittlerweile schon vorüber sind, heißt es nun warten auf die Note des Faches. :-)

08.03.2010

Sowas wie Semesterferien

Nachdem ich die letzte Hausarbeit abgegeben habe, begannen fünf Wochen ohne jegliche Hausarbeit, Klausur und Vorlesungen. Eine schöne Zeit. :-) Zu Beginn meiner "Ferien" bekam ich eine Woche Besuch von Laura. In dieser Woche sind wir dann u.a. zum Hampton Court Palace gelaufen, welcher sich von mir aus ca. 1 Stunde zu Fuß auf der anderen Seite der Themse befindet. Außerdem auf unserem Programm standen ein Besuch des Portobello Markets in Notting Hill, ein Abstecher in die National Gallery und ein ausgiebiger Spaziergang im Richmond Park, wo wir u.a. "seltsam" aussehende Enten gesehen haben (s. Foto).
Ausgerechnet am kältesten Tag haben wir uns entschieden nach Greenwich zu fahren um das königliche Observatorium zu besichtigen, durch welches der Nullmerian (oder auch 0. Längengrad) führt. Dieses liegt auf einem Hügel im Greenwich Park, von wo aus man einen sehr schönen Ausblick über London hat. Anschließend liefen wir den Hügel herunter zum National Maritime Museum. Eigentlich nur zum Aufwärmen gedacht (da im Vereinigten Königreich der Eintritt in Museen kostenlos ist), haben wir uns dort dann aber noch die Originaluniform (inkl. Einschussloch) von Lord Nelson gesehen, welcher 1805 in der Schlacht von Trafalgar gestorben ist. Vielen London-Besuchern ist dieser wohl durch das Lord Nelson-Monument auf dem Trafalgar Square ein Begriff. Im Anschluss daran begaben wir uns für ein wenig Sightseeing zur Tower Bridge und in die Tate Modern, wobei uns letztere mit ihren modernen Kunstwerken nicht so recht zusagte.
Kaum war mein Besuch weg fuhr ich für ca. zwei Wochen nach Aberdeen, wo lediglich Erholung am Meer auf dem Programm stand.
Nachdem ich lediglich ein paar Tage wieder "zuhause" in London war, ging es ungeplanter Weise für vier Tage nach Deutschland, bevor am 01. März dann wieder die Uni für mich begann.

03.02.2010

Studieren

Nach dem recht kurzweiligen, dem Studium nicht gerade förderlichen ;-), Heimaturlaub stieg ich am 05.01.2010 in eine British Airways Maschine von Frankfurt nach Lodnon-Heathrow. Schnee war ich noch aus Deutschland gewohnt, als ich jedoch beim Landeanflug nur dicke Schneeflocken aus dem Fenster sah, dachte ich nur: "Glück gehabt, dass mein Flug nicht abgesagt habe!" Und: "Hoffentlich landen wir sicher!" ;-) Es schneite recht heftig, aber der Heimweg vom Flughafen nach Surbiton war zum Glück kein Problem. In den nächsten Tagen hatte der Winter London fest im Griff, und so kam es an der Uni zu einigen Vorlesungs- und Klausurausfällen, von denen ich jedoch nicht betroffen war. Die Bürgersteige waren von einer mehreren Zentimeter dicken Eis-Schneeschicht überzogen. Keiner kommt hier in England anscheinend auf die Idee die Bürgersteige zu streuen und so ist das Laufen hier recht gefährlich, was ich am eigenen Leib schmerzlich erfahren musste. Ich kam bei meinem Sturz jedoch glimpflich davon, ganz im Gegensatz zu einem 11-jährigen Mädchen, das in Manchester auf dem Nachhauseweg von der Schule so unglücklich gestürzt ist, dass es seinen schweren Kopfverletzungen erlegen ist. Mir ist es daher unerklärlich, weswegen, besonders nach einem solch tragischen Unfall, hier keine Pflicht besteht die Gehwege freizuhalten.
Die Tage bis zum 22.01. verbrachte ich 24/7 mit dem Studium. Auf meinem Programm standen zwei Klausuren, die Erstellung einer dynamischen Website und eine 40-50 Seiten umfassende Hausarbeit. Ergebnisse habe ich momentan noch keine. Normalerweise gilt hier eine 4-Wochen-Korrektur-Frist, wobei das Ergebnis einer Hausarbeit jedoch schon seit sieben (!!!) Wochen überfällig ist. Ich bin also gespannt, wie lange ich darauf und auf die Ergebnisse der Klausuren/Hausarbeiten aus dem Januar (noch) warten muss.
Nachdem die letzte Hausarbeit abgegeben war, fing für mich dann wieder der schöne Teil des Studentenlebens an. Meine nächsten Vorlesungen habe ich erst am 01.03. :-)

Winter Wonderland

An meinem letzten kompletten Tag 2009 in London bin ich bei recht kühlen Temperaturen ins Zentrum von London gefahren um noch ein paar Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Mein Weg führte mich dabei als erstes nach Camden, wo ich mir als erstes einen südafrikanischen Burger gegönnt habe, bevor ich geschenk-technisch fündig wurde. Nach getaner Arbeit und einem Bier bin ich mit der U-Bahn Richtung Hyde Park gefahren um dem dortigen "Winter Wonderland" noch einen kurzen Besuch abzustatten. Das "Winter Wonderland" ist ein recht großer Weihnachtsmarkt mit diversen Kirmesattraktionen wie einem Riesenrad, mehreren Karussels, einer Eislauffläche und einer "Münchner Rutsch'n". Der stark deutsche Einfluss war auch bei der Getränke- und Speisenauswahl leicht zu erkennen. Zu trinken gab es u.a. Paulaner und Jägermeister und zu essen gab es deutsche Bratwurst, Steak mit Krautsalat im Brötchen etc.




 

 

e-Business

In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien stand mein 5. Fach und das letzte des 1. Semesters auf dem Programm: e-Business. Im Gegensatz zu dem Fach e-Technology lag der Fokus von e-Business mehr auf dem Design von e-Commmerce-Websites, wichtigen Features für deren Erfolg, das dazugehörige Marketing sowie das Suchen einer Nische für eine eigene, potentiell erfolgreiche, E-Commerce-Website. Was die Gestaltung des Unterrichts zusätzlich interessant machte, waren mehrere Vorträge von Gastdozenten wie z.B. Chetan Damani, der u.a. (Mitbe-)Gründer von Imano und Acrossair ist und uns als Geschenk sein Buch "Ecommerce 2.0" - Buch mitbrachte.

15.12.2009

Dover

Nach einer "Alltagswoche" stand am 12.12. dann wieder ein Ausflug für mich auf dem Programm. Zusammen mit einer deutschen Studentin bin ich mit dem Zug morgens um kurz nach 8h nach Dover gefahren. Für einen "Railcard"-Inhaber (die englische Bahncard) kostete die Hin- und Rückfahrt ca. 18 Pfund. Nach ca. 2 Stunden und 2 mal Umsteigen in "Clapham Junction" und "London Victoria" kamen wir so gegen halb 11h in Dover an der englischen Südküste an. Bekannt war mir diese Stadt vorher nur durch meine Busreisen nach England, bei denen ich hier immer mit der Fähre angekommen bin. Von der Stadt habe ich dieses Mal auch nicht allzuviel gesehen, da wir uns von dem Bahnhof direkt in Richtung "Dover Castle" begeben haben. Der Weg vom Bahnhof dorthin dauerte ca. 30 Minuten. Da wir uns am Bahnhof noch eine kostenlose Broschüre mit den Sehenswürdigkeiten der Umgebung mitgenommen haben, bezahlten wir als Eintritt in das Schloss, besser gesagt das riesige Gelände, nur die Hälfte des normalen Preises. In dem Preis war eine Führung durch die Tunnel der Anlage inklusive, welche im 2. Weltkrieg als Kommandozentrale des britischen Militärs diente. Von hier aus wurde u.a. die Evakuierung von Dünkirchen (1940) gesteuert. Nach der Führung verbrachten wir bei gutem Wetter noch weitere Zeit auf dem Gelände bzw. in anderen Teilen des Castles.

Im Anschluss daran wanderten wir an den Kreidefelsen entlang von Dover nach "St. Margarets Bay", was ca. 90 Minuten dauerte. Von der Küste aus konnte man sogar die 22 Meilen entfernte französische Küste sehen. In "St. Margarets Bay" holte uns die Dunkelheit ein, und wir mussten unseren Trip, der eigentlich bis nach "Deal" führen sollte, vorzeitig abbrechen. Nach "Deal" kamen wir dann zwar noch trotzdem, allerdings mit dem Bus. ;-) Nach einer Pizza und einem Pint in einem Pub traten wir gegen 19h wieder die Rückreise an.






Wieder zurück

Nachdem ich am 02.12. dann wieder nach "Hause" gekommen bin, durfte ich mich gleich in mein Projekt für das Fach e-Technology "stürzen". Demenstprechend sahen die nächsten Tage dann auch aus. Mein Tagesablauf bestand lediglich aus Fitnessstudio und "Studieren". Eine kleine Ausnahme bildete das "Internal Students Café" am 04.12., welches von der Uni einmal im Monat für alle ausländischen Studenten im "Rose Theatre" organisiert wird. Dort bekommt man immer ein Freigetränk (an diesem Tag auch zwei ;-)), trifft entsprechend viele ausländische Studenten und bekommt etwas über die britische Kultur vermittelt. Im Dezember war das Thema natürlich "Weihachten". Daher durften wir nun die englischen Weihnachtsspezialitäten "Mince Pie" und "Christmas Cake" probieren. Den "Mince Pie" konnte ich noch komplett essen, auch wenn er mir nicht schmeckte. In das Stück des "feinen" "Christmas Cakes"  konnte ich nur einmal reinbeißen, den Rest konnte ich nicht mehr essen. Die anderen Studenten an meinem Tisch teilten übrigens meine Meinung, so dass letztlich keiner von unserem Tisch (vier Holländerinnen, eine Slowenin und zwei Deutsche) ein ganzes Stück davon gegessen hat. Sehr gewöhnungsbedürftiger Geschmack, den die Briten hier in der Weihnachtszeit haben. ;-)

Schottland, die 2. :-)

Nach zwei anstrengenden Wochen des Studiums an der Kingston University nahm ich am 28.11. mal wieder einen Zug Richtung Aberdeen. Diesmal war das Wetter sehr gut, so dass ich unterwegs die schöne Landschaft betrachten konnte. In den Tagen vorher gab es hier auf der Insel heftigen Regen, was zu in manchen Gebieten zu schweren Überschwemmungen führte. Einige Überschwemmungen konnte ich aus dem Zug stehen, in manchen Orten stand das Wasser noch ca. 30cm hoch auf der Straße. Dank meinem englischen Sitznachbar (einem pensionierten Ingenieur) habe ich unterwegs auch noch bei Darlington ein Stück der ältesten Eisenbahnstrecke der Welt gesehen. Ohne den Hinweis hätte ich das zu 99% wohl nicht wahrgenommen. ;-)
In Aberdeen stand dann vorwiegend Entspannung auf dem Programm.

Einen Tag nutzten Laura und ich dann zu einem Ausflug nach Stonehaven, welches mit dem Bus ca. 50 Minuten von Aberdeen entfernt ist. Diese Kleinstadt war unter der Woche zuvor besonders schlimm von den Überschwemmungen betroffen. Wasser stand nun zwar nicht mehr auf den Straßen, dafür war an einigen Geschäften zu lesen, dass diese aufgrund der von den Überschwemmungen verursachten Schäden geschlossen haben. Wir machten uns von der Bushaltestelle an der wir ausgestiegen sind zu Fuß auf Richtung Dunnottar Castle. Unser Weg führte uns bei teilweise heftigem Regen eine Stunde an der Küste entlang. Die Landschaft (inkl. den vielen Kaninchen) dort ist wirklich beeindruckend. Etwas durchnässt sind wir dann an dem Castle angekommen, wo wir uns für einen kleinen Snack ausruhten, bevor wir wieder zurückgelaufen sind und schließlich zurück nach Aberdeen gefahren sind.

Abgeschlossen wurde der Sonntag Abend im Casino, wo es 5 Pfund zum Gratis-Spielen gab. Wir, besser gesagt Laura, setzten beim Roulette als erstes auf die "30". Und ich brauch wohl nicht zu schreiben, welche Zahl dann auch gekommen ist.... ;-)






02.12.2009

Die nächste Woche als Vollzeitstudent

Nach einem sehr erholsamen Wochenende inkl. einem leckeren Käsegriller auf dem German Christmas Market in Kingston startete montags morgens um 9 mein nächstes Fach: "eTechnology". Vorbereiten sollte man sich mit ein paar HTML-Übungen, die uns auf der KUOLE (Kingston University Online Learning Environment) zur Verfügung gestellt wurden. Jeder Unterrichtstag wurde unterteilt zwischen Vorlesungen und Übungen, wobei die Vorlesungen meistens von 9-13 Uhr dauerten und anschließend Übungen gemacht wurden u.a. zu SQL, JavaScript, ASP.NET, Mashups.
Da ich in dieser Woche keine Hausarbeit abgeben musste, gestalteten sich dementsprechnd meine Abende auch etwas entspannender z.B. durch ein Fußballmatch ("Five-a-side") in Egham oder einem Besuch im Fitnessstudio. Zum Abschluss der Woche ging es dann in ein Pub in der Nähe der Waterloo Station.

Eine Woche als Vollzeitstudent

Nach meinem Umzug stand vom 16.-20.11. mein nächstes Fach auf dem Lehrplan: "Corporate Data & Database Management". Das bedeutete also wieder jeden Tag Vorlesungen von 9-17/18 Uhr. Das Fach wurde, mit Ausnahme von drei Vorträgen durch Gastdozenten, von einer netten Dame unterrichtet, die sich selber als "Data Lady" bezeichnete. ;-) In den Vorlesungen ging es natürlich hauptsächlich um Datenbanken und allem was dazu gehört. Einer der Gastdozenten war übrigens Keith Jeffery, welcher uns einiges über GRID-Computing und die "Cloud" (u.a.) erzählte. Ein sehr interessanter Vortrag, wobei es doch recht schwierig war nicht die Konzentration zu verlieren: Für seine zwei-stündige Präsentation verwendete er etwas mehr als 90 Folien.
Da ich freitags noch eine Hausarbeit abgeben musste, war mein "Arbeitstag" nach den Vorlesungen noch lange nicht zu Ende, sondern lediglich für einen kleinen Snack unterbrochen. Anschließend wurde jeden Abend noch bis mindestens Mitternacht an der Hausarbeit gefeilt. Am frühen Freitag morgen war diese dann endlich fertig gestellt und konnte rechtzeitig vor Abgabefrist elektronisch und als "hard copy" eingereicht werden.

23.11.2009

Umzug

Nach einem ruhigen Freitag hieß es am Samstag dann Koffer packen. Da die Zimmer hier ja möbliert sind, war es wirklich außer nem Koffer nur noch zwei Rucksäcke und zwei kleine Tüten. ;-) Als erstes ging es zu Fuß mit Koffer und einem Rucksack bepackt Richtung neues Zimmer. Nachdem ich dann "eingecheckt" hatte und mir den Schlüssel besorgt habe ging es nochmal zurück ins alte Zimmer die restlichen Sachen inkl. Fahhrrad holen. Innerhalb von 90 Minuten war der Umzug dann erledigt. Wer kann eigentlich von sich behaupten, in 90 Minuten und ohne Auto umgezogen zu sein? ;-)
Abgesehen davon, dass ich nun kein Fernsehen mehr hab, ist hier eigentlich vieles besser. Kein Treppensteigen mehr, direkter Zugang von meinem Zimmer in den Garten und vor allem ein Bett, dass ich nicht jeden Tag von einer Couch in ein Bett und umgekehrt umwandeln muss. :-) Meine Mitbewohner sind nun ein 31-jähriger litauischer Student sowie mein Vermieter, einem ca. 50-55-jährigen Rumänen.Von den Entfernungen hat sich für mich nicht allzu viel geändert. Ich bin lediglich etwas näher an der Uni, dafür etwas weiter weg von der Themse. Preislich liegt es mit 420 Pfund/Monat auch noch 10 Pfund unter dem alten, ist aber doppelt so groß. :-)

Eastbourne & Co













Nur zweieinhalb Stunden nachdem ich meinen Besuch am Bahnhof verabschiedet hatte, ging es für mich auch in den (überfüllten) Zug. Mein Ziel war die englische Südküste, genauer gesagt Eastbourne. Nach einmal Umsteigen und 1 3/4 Stunden Fahrt war ich dann auch dort angekommen. Und wie bei meiner Ankunft in London Mitte September, verbrachte ich auch hier als erstes einige Zeit im McDonalds. ;-) Mit Besichtigen (abgesehen von ein paar Wohnungen ;-)) war an dem Tag nicht mehr allzu viel drin, dafür ging's noch in einen Club zum Feiern. Dieser befindet sich aber net irgendwo in der Stadt, sondern "schwebt" auf Stelzen über dem Meer. Das fand ich doch sehr stylisch. Innen drin war's dann eher ein durchschnittlicher Club, wobei es ein Pint Bier für günstige 1,80 gab.

Am nächsten Morgen ging es zuerst wieder an die gleiche Stelle wie den Abend zuvor, nur diesmal bei Tageslicht und gutem (zum Glück), wenn auch sehr windigem Wetter.  Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf das Meer und die Küste (s. Bild). Nach einem kurzen Spaziergang durch die kleine, aber feine Fußgängerzone von Eastbourne ging's dann mit dem Auto zu Kreidefelsen ("Beachy Head"), welche sich etwas außerhalb von Eastbourne befinden. Hier war es extrem windig, so dass man sich sogar richtig gegen den Wind lehnen konnte. Die Landschaft und die Aussicht hier war doch recht beeindruckend. Wieder zurück im Auto ging es über sehr schmale Straßen durch ganz kleine Dörfer (Kategorie: Peppenkum ;-) ) nach "Lewes". Eine ebenfalls recht kleine Stadt mit einer schönen Fußgängerzone und einer alten Schlossruine. Kurz vor Anbruch der Dunkelheit ging es wieder zurück nach Eastbourne, was ca. 30 Autominuten von Lewes entfernt ist. Vor meiner Rückreise um halb elf habe ich mich dann noch "schnell" mit einer Pizza für die Zugfahrt gestärkt. Gegen kurz vor 24h war ich dann wieder zurück in Surbiton.